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Rekordjahr für die Wehren 150 Einsätze für Brandschützer der Uplandgemeinde

VON WILHELM FIGGE
Willingen (Upland) – 150 Einsätze absolvierten die Willinger Feuerwehren im vergangen Jahr – ein Rekord, wie Gemeindebrandinspektor Jürgen Querl bei der Jahreshauptversammlung in Bömighausen berichtete: „Gezeigt hat sich bei allen Einsätzen die gute Zusammenarbeit aller Upländer Feuerwehren", lobte er die Kameraden.
78 Hilfeleistungen gehörten ebenso dazu wie 22 Brandeinsätze – am Dommelhof sei durch schnelles Eingreifen der Rattlarer ein größeres Feuer verhindert worden. Die Brandsicherheitsdienste – in den 24 waren fünf für den Hessentag enthalten – nehmen weiter zu. 26 Einsätze waren Fehlalarme, vor allem durch Brandmeldeanlagen: Planungsfehler und sorgloser Umgang mit diesen ließen die Feuerwehren öfters umsonst ausrücken – sie hielten als „Versuchskaninchen" für die Anlagen her, kritisierte Jürgen Querl. Derweil lobte er auch im Namen von Polizei und Ski-Club den Einsatz bei Großveranstaltungen.
Besonders hob der Gemeindebrandinspektor einen Einsatz im November hervor: Ein bei der Feuerwehr tätiger Willinger war mit seinem Auto beim Bauhof mit einem Zug zusammengestoßen und eingeklemmt worden. Trotz der emotionalen Belastung habe alles reibungslos funktioniert, äußerte Querl den Stolz auf die Helfer. Dabei sei die Notfallseelsorge in Anspruch genommen worden: „Es hat gut getan, dass man darüber sprechen konnte."
Die Zahl der Feuerwehrleute im aktiven Dienst ist von 237 auf 244 gestiegen: Vier Mann wurden von der Jugendfeuerwehr übernommen, zudem freute sich die Wehr über sechs Quereinsteiger. Die sechs Jugendfeuerwehren hatten zuletzt 55 Mitglieder – neben den Aufnahmen in die Einsatzabteilung gab es acht Weggänge und elf Neugewinne, erläuterte Jugendwart Christian Querl. „Wir müssen am Ball bleiben", befand er. Nach den Osterferien werde wieder an den Upländer Schulen geworben – Kreisjugendwart Markus Potthof riet, das Augenmerk besonders auf die im Upland unterrepräsentierten Mädchen zu legen. Die Bambini-Feuerwehr hat derweil 15 Mitglieder, sieben könnten bald an die Jugendfeuerwehr übergeben werden – frühere Bambini erreichen schon Einsatzabteilungen.
Der Ausbildungsstand sei gut, doch übten zu wenig Atemschutzgeräteträger auf der Strecke in Korbach – zudem verpassten viele notwendige Untersuchungen beim Arzt, mahnte Querl. Die Staffel Hemmighausen/Eimelrod nahm als einzige an der Leistungsübung teil, erreichte aber das beste Upländer Ergebnis aller Zeiten.
Besonderen Einsätzen haben sich die Wehren mit besonderem Engagement, Können und Effizienz gestellt, befand Bürgermeister Thomas Trachte. Nur mit ihrer Arbeit sei das öffentliche Leben so möglich wie heute, fügte die Bömighäuser Ortsvorsteherin Wilma Saure hinzu. Jeder der könne, solle sich einbringen: „Es profitieren ja auch alle."

Kameraden geehrt, ausgezeichnet und befördert
Die Jahreshauptversammlung nutzten die Brandschützer, um verdiente Kameraden zu ehren und zu befördern. Das Brandschutzehrenzeichen am Bande in Gold für 40 Jahre in der Feuerwehr erhielt Achim Schuppe, Neerdar. Die Silberne Variante für 25 Jahre ging an Andreas Stracke (Hemmighausen), Michael Emde (Willingen) und Mike Lange (Schwalefeld). Anerkennungsprämien verdienten sich für 40 Jahre in der Einsatzabteilung Karl-Heinz Vogel (Usseln), für 30 Jahre Martin Marquardt (Welleringhausen), Jörn Figge (Schwalefeld) und Ralf Kesper (Willingen), für 20 Jahre Ralf Plümpe (Willingen) und Christian Fieseler-Becker (Hemmighausen) sowie für zehn Jahre Frederic Küthe (Rattlar), Christopher Kemmerling und Sebastian Querl (beide Willingen).
Befördert zum Hauptbrandmeister, dem höchsten Dienstgrad in Freiwilligen Feuerwehren, wurden die Willinger Matthias Wojciecowski, Christian Querl und Michael Emde. Den Rang eines Hauptlöschmeisters führt Carsten Becker (Hemmighausen), den des Oberlöschmeisters Ralf Becker (Welleringhausen) und Markus Bohl (Usseln). Löschmeister nennen dürfen sich künftig Kai Bärenfänger (Schwalefeld) und Christoph Kreutzmann (Willingen). Das Hessische Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber verdiente sich Peter Tenbusch aus Schwalefeld. red/wf

Weiter Probleme mit dem Digitalfunk
Über den Analogfunk habe er nie sprechen müssen – das Thema Digitalfunk reiße aber nicht ab, befand Jürgen Querl: Am Fazit seines Korbacher Gegenstücks Friedhelm Schmidt, die Technik sei teuer und unzuverlässig, sei etwas dran. Besonders problematisch sei die Basisstation am Ettelsberg wegen ihrer oberirdischen Leitung: Vor gut einer Woche stürzte eine Tanne auf das Kabel, Alarmierungen für Willingen, Usseln und Schwalefeld waren erst mal nicht mehr möglich. Allgemein seien Usseln und Rattlar schlecht zu alarmieren. Immerhin wurde nach Intervention von Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick in Wiesbaden in Aussicht gestellt, das Kabel am Ettelsberg unter die Erde zu verlegen.
Manfred Feister von der Rattlarer Feuerwehr kritisierte, dass von Seiten des Landes Druck gemacht wurde, neue Technik viel zu schnell zu kaufen, und Funkmasten gestrichen wurden. Auch sei das Netz der Telekom anfällig für Serverattacken. Und er erinnerte an die Beschädigung eines Kabels an Korbach, die den Digitalfunk in Willingen im Mai 2017 lahmlegte.
Seine Sorge um die Energieversorgung bei einem Stromausfall versuchte der stellvertretende Kreisbrandinspektor Bernd Berghöfer zu lindern – zwei Stunden sollten die Batterie halten. Doch viele Bedenken teilte er: „Da muss man in Richtung Wiesbaden Druck machen." Er hielt aber auch fest, dass der Digitalfunk etwa beim Schalten von Einsatzgruppen wie zuletzt beim Sturm durchaus Vorteile habe. Das System an sich sei nicht schlecht, die Umsetzung hapere. Wf

Investitionen in die Ausrüstung
Der Prüfdienst des Landes stellte 2018 diverse kleinere Mängel an Fahrzeugen und Pumpen fest, die aber behoben werden konnten, wie Jürgen Querl berichtete. Ein größeres Problem sei das nicht zu renovierende Feuerwehrhaus in Bömighausen. Doch auch hier zeichne sich eine Lösung ab: Nach langer Standortsuche sind wieder Grundstücksverhandlungen aufgenommen worden.
Diverse Grundstücke für einen Neubau konnten nicht erworben werden, der Grünstreifen beim DGH sollte nach Möglichkeit erhalten werden, erläuterte Detlef Ückert vom Gemeindevorstand. Das Grundstück in der Ortsmitte, das die Gemeinde nun zu erwerben hofft, biete auch die Möglichkeit, diese optisch aufzuwerten. Jürgen Querl hofft auf einen Baubeginn im Frühjahr 2020.
In Schwalefeld, Rattlar und Eimelrod befinden sich die Umkleiden noch in den Fahrzeughallen. Im Haushalt sind Mittel, um das zu beheben, die Eimelroder bauen in Eigenleistung neue Umkleiden. Vergangenes Jahr wurden drei neue Fahrzeuge übergeben. Der Auftrag für ein TSF-W für Eimelrod wurde vergeben. In Bömighausen steht dieses Jahr eine neue Zisterne an, in Schwalefeld ein Stromerzeuger. Für 12 000 Euro werden derweil neue Schutzanzüge für Atemschutzgeräteträger beschafft.
6,9 Millionen Euro flossen von 2005 bis 2017 in zehn Fahrzeuge, drei Feuerwehrhäuser und die Löschwasserversorgung. „Alle Feuerwehrkameraden können sich sicher sein, dass wir versuchen, möglich zu machen, was möglich gemacht werden muss", erklärte Trachte. Wf

Bild-Versammlung-2019
Bildunterschriften: Anerkennung für verdiente Brandschützer gab es bei Ehrungen und Beförderungen Foto: Wilhelm Figge

 

Letzte Baustelle: Das Feuerwehrhaus in Bömighausen soll neu gebaut werden

 

 

Gerätehaus
Letzte Baustelle: Das Feuerwehrhaus in Bömighausen soll neu gebaut werden.Foto: Wilhelm Figge

©WLZ Link zu dem Bericht

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Feuerwehrtermine
24.04.2019

Übungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Bömighausen

am 24. April 2019 im Feuerwehrgerätehaus ab 19.00 Uhr
Immer mittwochs findet unser Dienstabend statt. In der Regel alle vierzehn Tage. Sie können alle Termine, auf unserem Dienstplan nachlesen und sich auch herunterladen. Über zahlreiche Unterstützung würde ich mich sehr freuen. MFG: Ralf Zaunig
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