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Erste Hilfe bei Wasserunfällen

Erste Hilfe bei Wasserunfällen und Unterkühlung
Empfehlungen des Bundesfeuerwehrarztes – Folge XXXII Wasserunfälle


Grundlagen


Ertrinken ist der Tod durch Ersticken in Flüssigkeit. Das primäre Überleben nach
Überspülung von Mund und Nase wird als Beinaheertrinken bezeichnet. Der Kampf
gegen die Luftnot führt beim Ertrinken zur zwanghaften Einatmung mit Eintritt von
Flüssigkeit in die Atemwege, was letztlich zum Erstickungstod führt. Aber auch nach
einem Beinaheertrinken kann es in der Folge zu einem gegebenenfalls lebensbedrohlichen
Lungenversagen kommen.

Badeverbot
Wer Badeverbote nicht beachtet, kann schnell zu einem „Wasserunfall“ werden. Was dann zu tun ist, schildert diese Folge der Serie Erste-Hilfe kompakt. © Dieter Schütz / pixelio.de

Bei einem Tauchunfall kann es zum Barotrauma
durch plötzliche Ausdehnung komprimierter
Gase in Hohlräumen (vor allem in
der Lunge) oder zur Dekompressionskrankheit
kommen [1, 2]. Der beim Tauchen verwendete
Stickstoff wird zeit- und tiefenabhängig
im Blut und den Geweben gelöst und
beim langsamen Wiederaufstieg des Tauchers
zeitgerecht abgeatmet. Bei zu schnellem
Druckabfall, etwa bei einem Notaufstieg,
perlt der Stickstoff dagegen in Geweben und Flüssigkeiten aus (vergleichbar dem
Ausperlen von Kohlensäure nach dem Öffnen einer Flasche Mineralwasser). Weiter Infos zum herunterladen......

 

 

 

Erste Hilfe

Ertrinkungsunfall

   Bei einem Ertrinkungsunfall ist wie folgt vorzugehen:
• Nach der Rettung aus dem Wasser ist – falls erforderlich – unverzüglich mit der
   Wiederbelebung zu beginnen, dies gegebenenfalls bereits in flachem Wasser.
• Der Versuch, in die tieferen Atemwege eingedrungenes Wasser durch Kopftieflage
   usw. zu entfernen, ist sinnlos und kostet nur wertvolle Zeit.

• Da der Kreislaufstillstand in diesem Sonderfall auf einer Erstickung beruht, ist
  der Patient zunächst zwei Mal zu beatmen und erst danach mit der Herzdruckmassage
  zu beginnen [3].
• Bei der Beatmung (mittels Atemspende oder unter Verwendung von Hilfsmitteln)
  soll sich der Brustkorb sichtbar heben. Zur Herzdruckmassage wird der Brustkorb
  in der Mitte – mit gestreckten Armen, verschränkten Fingern und einem fest
  aufgesetzten Handballen – fünf bis sechs Zentimeter tief eingedrückt; die Druckfrequenz
  soll 100 bis 120/min betragen. Das Verhältnis von Herzdruckmassage
   und Beatmung ist 30 zu 2 (nach 30 Herzdruckmassagen ist zwei Mal zu beatmen).
• Unterkühlte Patienten werden bis zum Erreichen der normalen Körpertemperatur
  wiederbelebt.
• Bewusstseinseingetrübte Patienten sind durch Erbrechen von verschlucktem
  Wasser mit Übertritt in die Lunge (= Aspiration) gefährdet; sie sind daher in die
  stabile Seitenlage zu bringen.

Tauchunfall

   Die Erste Hilfe bei einem Tauchunfall bleibt auf wenige Maßnahmen begrenzt:
• Nach Rettung aus dem Wasser ist – falls erforderlich – unverzüglich mit der Wiederbelebung

   zu beginnen, dies gegebenenfalls bereits in flachem Wasser (siehe
   oben).
• Bei Schmerzen im Bereich der Nasennebenhöhlen, des Trommelfells und des
  Mittel- und Innenohrs infolge eines Barotraumas ist zunächst die Gabe von abschwellenden
  Nasentropfen ausreichend.
• Ein Barotrauma der Lunge kann zum Übertritt von Luft in den Pleuraspalt (zwischen
  dem Lungenfell und der Auskleidung der Brustwand) führen. Die Erkennung
  und Behandlung (Entlastung) dieses potenziell lebensbedrohlichen Ereignisses
  erfordert besondere Kenntnisse und gehört nicht zum Bereich der Ersten
  Hilfe. Gleiches gilt für die Behandlung einer Gasembolie nach einem Barotrauma
  der Lunge.
• Eine Dekompressionskrankheit kann mit vielfältigen Beschwerden der Haut, der
  Knochen und Gelenke bis hin zu ausgeprägten neurologischen Ausfällen einhergehen.
  Die wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme ist die Zufuhr von Sauerstoff.

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